Es steppt der Bär
Es steppt der Bär
2. Liga 1. Runde
Stripfing vs Vienna 0:2 (0:2),
FAC-Platz
Tore: Djurcin, Zimmermann
350 ZuschauerInnen
1. August 2025
Der Saisonauftakt in unsere vierte Saison in Liga Zwa führte uns mal wieder auf den FAC-Platz. Nach dem Sieg im Cup gegen Tillmitsch wollte die Vienna unbedingt auch den Ligaauftakt positiv absolvieren. Schließlich tourten Trainer Sütcü, Sportdirektor Ivanschitz und Präsident Svoboda in den letzten Wochen durch die österreichische Medienlandschaft und erzählten von den Aufstiegsambitionen in Döbling.
Jede Saison aufs Neue freut man sich, 18 Euro für den grindigsten Auswärtssektor der Liga zu bezahlen - wenn Stripfing hier spielt sogar zweimal pro Saison. Das blieb den Gästefans diesmal erspart, denn der Heimverein sperrte ohne weitere Angabe von Gründen den Auswärtssektor nicht auf. Dies empfanden einige Anhänger als Provokation, da die Organisation des Supports erschwert wird. Den meisten Vienna-Fans war das aber ehrlicherweise quer durch alle Fangruppen egal. Von der Organisation gibt es wohl noch Abstimmungsprobleme zwischen dem FAC und Stripfing, so dröhnte beispielsweise die FAC-Hymne über den Sportplatz in Floridsdorf. FAC-Fans waren wohl allerhöchstens so viele wie Stripfing-Anhänger im Stadion. Offiziell 350 Fans, davon vermutlich rund 90 Prozent mit Sympathien für die Döblinger. Burgi analysierte auf Twitter richtigermaßen: ,,Da steppt förmich der Bär'' Und später, bezugnehmend auf die FAC-Hymne beim Stripfing-Heimspiel: ,,Es is nicht nur ein bisschl absurd''
Ein paar Minuten vor 18 Uhr ertönte der Anpfiff, die Vienna brauchte aber etwas um ins Spiel zu finden. Individuelle Fehler prägten die ersten Minuten, doch nach einer Viertelstunde wurde das Gegenpressing der Vienna richtig druckvoll und führte zu einigen Möglichkeiten. Abdijanovic hatte gleich drei Möglichkeiten, ehe Debütant Djuricin dann in der 20. Minute das Leder im Netz versenkte. Eine mustergültige Flanke von Rosenberger ging dem voraus. Nur 17 Minuten später zappelte der Ball wieder im Netz, erneut nach toller Flanke von Rosenberger. Djuricins Pass war ungenau, Rosenberger hatte nur einen Kontakt Zeit und machte daraus eine geniale Hereingabe für Zimmermann, der zum 2:0 einköpfte. Nach der Halbzeit zog sich die Vienna etwas zurück, versuchte den Vorsprung zu verwalten und mit Kontern und Weitschüssen Nadelstiche zu setzen. Die beste Gelegenheit hierzu hatte Edelhofer, dessen wuchtiger Schuss zu zentral ausfiel. Joker Patrick Schmidt setzte einen Lupfer über das Tor. Die Stripfinger erspielten sich einige Möglichkeiten, die die Vienna mit Glück und Geschick vereitelte. In der Schlussphase konnte ein bis dato eher unsicherer Unger sich auch noch auszeichnen. Im Anschluss feierte die Mannschaft gemeinsam mit den Fans, die guten Support gaben. Der vor ein paar Tagen neugeborene Sohn eines Vienna-Fans wurde mittels Spruchband gleich in die Vienna-Family aufgenommen.
Die Vienna veränderte ihre Elf im Gegensatz zur Vorwoche punktuell. Unger ersetzte Pokaltorhüter Giuliani und brauchte etwas um zu gewohnter Sicherheit zu finden. Rosenberger überzeugte neben seiner Schnelligkeit und Lauffreude mit präzisen Flanken. Szerencsi mit seiner ersten überzeugenden Vorstellung im blau-gelben Trikot - Defensivarbeit bundesligareif! Bauer rückte aufgrund einer Oberschenkelverletzung von Okungbowa in die Innenverteidigung spielte solide und scheint sich zu einem Führungsspieler zu entwickeln. Nnamdi durfte auf rechts mal wieder von Beginn an ran, war oft gut positioniert, bekam aber wenig Bälle. Das Sechserduo Ungar/Stratznig spielte erneut eine solide Partie. Ersterer hätte noch viel mehr Potenzial, ist im Kopf aber oft einen Schritt zu weit. Luxbacher belebte das Konterspiel in der zweiten Hälfte, Abdijanovic war in den ersten 45 Minuten auffallend. Djuricin und Zimmermann bildeten die Doppelspitze, trafen beide und wurden für Edelhofer und Schmidt ausgewechselt, die beide neben ihrer Chance wenig Bälle bekamen. Titkov kam in den Schlussminuten.
Die Nervosität ist abgelegt, die Pflicht erfüllt. Drei Punkte zum Ligaauftakt, was will man mehr.
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