Der König des Dschungels

Der König des Dschungels


Testspiel

Vienna vs Hartberg 2:2 (0:1),

Hohe Warte

Tore: Djurcin, Susso

438 ZuschauerInnen

18. Juli 2025

Das Testspiel-Highlight der heurigen Saisonvorbereitung bot ein Duell mit dem Bundesligisten TSV Hartberg. Nach den bisherigen spielerisch ausbaufähig Auftritten gab es eine positive Überraschung, die Vienna überzeugte auf allen Ebenen. Neuzugang Bamba Susso erzielte mit seinem ersten Ballkontakt im blau-gelben Dress sein erstes Tor für die Vienna.

Der Verein hat die Organisation gut hinbekommen, Fanshop und Gastro waren geöffnet. Unsere wunderschöne Hohe Warte erstrahlt auch nach der Sommerpause wieder in altem Charme, am VIP-Aufgang hat die Fanszene einige Verschönerungen vorgenommen. Der Naturhang, von der Kiberei (natürlich absolut nachvollziehbar, mhm.) bis auf Weiteres gesperrt, ist leider ordentlich verwildert. Der Gang hinauf ist natürlich weiterhin möglich, allerdings aufgrund der hochgewachsenen Pflanzen mühsam. Der Ausblick von oben lohnt sich aber weiterhin. 

Um 14 Uhr wurde angepfiffen und es dauerte nur 2 Minuten bis Marco Djuricin zum 1:0 traf. Das intensive Gegenpressing machte sich bezahlt und der Stürmer konnte zum ersten Mal im Vienna-Trikot netzen. In der Folge akklimatisierten sich die beiden Teams, Topchancen gibt es ausschließlich auf der Seite des Zweitligisten. Okungbowa setzt einen Kopfball an die Stange, Zimmermann zögert zu lange und scheitert im 1 vs 1 am Tormann. Nach dem Seitenwechsel ist es ein ausgeglichenes Kräftemessen, die Vienna wirkt taktisch und konditionell auf einem höheren Level. Hartberg verschoss einen Elfmeter, ein weiterer sorgt für den Ausgleich. Wobei Ungars Handspiel klar außerhalb des Sechzehners stattfand. Für viel Jubel sorgt dann Bamba Susso. Bereits seine Verpflichtung löste Euphorie aus, zugleich war man auf seinen ersten Auftritt gespannt. Dass Susso, Spitzname ,,King of the jungle'' mit seinem ersten Ballkontakt nach einer Ecke in der 80. Minute das 2:1 erzielte, freute alle anwesenden Vienna-Fans immens. Genauso wie die Tatsache, dass Aleks Gitsov tatsächlich die jahrelange Baustelle Standardsituationen stark verbessert. Das 2:2 in der Nachspielzeit ist dann bitter, aber nicht wirklich relevant. 

Die Vienna spielte wieder im 4-2-2-2, das diesmal aber kaum Schwächen aufwies. Wohl auch, da die Abläufe klarer und die Kommunikation in der Mannschaft besser geworden war. Unger im Tor hatte die ein oder andere starke Rettungsaktion. Die Viererkette lautete wieder: Rosenberger-Okungbowa-Szerencsi-Bauer. Rosenberger überzeugte durch Schnelligkeit, Einsatzfreude und Leidenschaft. Die Innenverteidiger bringen viel Qualität im Abwehren und im Grätschen mit, was das Kurzpassspiel sowie lange Bälle betrifft, aber noch mit viel Luft nach oben. Bauer hingegen wirkte in der Rechtsverteidigung verbessert und sehr stabil. Stratznig, solide, und Ungar, sehr bemüht und viel Offensivdrang aber noch oft mit den falschen Entscheidungen im Angriff, bildeten die Doppelsechs. Abdijanovic, unauffällig, und Luxbacher, wie immer bemüht und kämpferisch, eine Reihe davor. In der Spitze bot man Zimmermann, der immer wieder seine Klasse aufblitzen ließ, aber nach wie vor extrem verunsichert wirkt, und Djuricin, der sich zum Leadertyp entwickelt und viele Anweisungen gibt, auf. Eingewechselt wurden neben Torschütze Susso, zu kurz im Spiel für echte Eindrücke, auch Schmidt, bemüht aber erfolglos im Gegenpressing sowie Nnamdi, Titkov und Edelhofer, die eher unauffälig blieben. Von den Jungprofis bekam Nagele einige Minuten, bei seinem Abschluss zögerte er zu lange.

Alles in allem also ein höchst erfolgreicher Test gegen einen starken Gegner, der
viel schwächer ausgeschaut hat. Die Euphorie für den Saisonstart im Cup am nächsten Freitag ist entfacht.

First Vienna News





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