Wieder nix
Wieder nix
2. Liga 5. Runde
Vienna vs Lustenau 1:1 (1:0),
Hohe Warte
Tor: Djuricin
2239 ZuschauerInnen
29. August 2025
Nach drei sieglosen Spielen, viel Kritik und viel Beschwichtigung kam mit Austria Lustenau ein weiterer Titelanwärter auf die Hohe Warte. Leider konnte die Vienna ihrer Rolle als Top-Team der Liga erneut nicht gerecht werden und präsentierte sich absolut nicht wie erhofft.
Mit dem 1:1-Unentschieden sind die Döblinger noch gut bedient, wurden doch erneut wenige Chancen kreiert und den Lustenauern ein weiterer Elfmeter verwehrt. Auch die Chancenverwertung der Ländle-Kicker war unterirdisch, was zum Teil an einem überragenden Unger lag. Positiv: Die Vienna Frauen konnten bei der Doppelveranstaltung eine beeindruckende Anzahl an Fans überzeugen, dem Frauenkick eine Chance zu geben. Leider verloren unsere Mädels 3:5, doch die einstimmige Meinung der Vienna-Fans war positiv. Offensiv, leidenschaftlich, spielbestimmend - echt erfrischend. Einige meinten gar, sich künftig mehr Frauen- als Herrenspiele anzuschauen. Echte Werbung für die Vienna Frauen - und das trotz Niederlage!
Im Liga Zwa-Spiel versuchten Sütcü und Gitsov auf die schlechten Ergebnisse zu reagieren und stellten auf 3-4-1-2 um. Eingespielt wirkte das aber noch nicht, vor allem die Wingbacks Nnamdi und Rosenberger verfielen noch sehr in ihre ,,alte'' Position im 4-2-2-2. Generell war Lustenau spritziger, wenngleich man der Vienna das Bemühen nicht absprechen darf. Djuricin verwertete einen langen Okungbowa-Ball eiskalt, störte zuvor einen Lustenau-Verteidiger gefinkelt beim Kopfball. Durch ein Nnamdi-Foul kam Lustenau per Elfmeter zum Ausgleich. Beide Teams wollten drei Punkte, doch das Unentschieden ließ sich nicht mehr verändern. Die Spieler von der Bank brachten leider kaum neuen Schwung.
Klar, wenn Kapitän und Ersatzkapitän ausfallen ist es schwer. Luxbacher ist sowieso seit Jahren Dreh- und Angelpunkt im spielgestalterischen Bereich. Ungar hat über den Sommer erneut einen Entwicklungssprung gemacht und ist inzwischen ebenfalls mehr als nur ein Stammspieler. Dennoch war das Gezeigte erneut zu wenig, um die ambitionierten Zielsetzungen auch nur ansatzweise zu erreichen. Nach der englischen Woche ist jetzt zwei Wochen Zeit die Batterien neu aufzuladen, Adaptierungen zu treffen und dann nochmal voll anzugreifen!

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